Im Märchenland

Jahresrückblick

Jahresende, es ist Zeit für eine Zusammenfassung, einen Rückblick, ich denke eigentlich seit Oktober darüber nach, denn es ist so viel passiert, es hat sich so viel verändert und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, oder was in diesem Jahr das wichtigste war.

Meine Beziehung musste dieses Jahr die ein oder andere Prüfung überstehen, es gab Tage und Momente, wo ich mich alleine gelassen gefühlt habe, und entsprechend sauer war, aber wir haben auch das überstanden und unseren Weg gemeinsam weiter geführt, da bin ich natürlich sehr froh drüber.

Mein bester Freund war hier, ich vermisse ihn so sehr, ich versuche ihn aktuell mal wieder zu erreichen, ich müsste mit ihm reden, oder überhaupt mit jemandem reden, der mich gut genug kennt um zu wissen, dass aktuell viel zu viel um mich herum passiert und ich nicht damit umzugehen weiß.

Ich hänge altem hinterher, ich vermisse Menschen, mit denen ich 7 Jahre nicht mehr gesprochen habe, ich wüsste so gern, wie es ihnen geht und natürlich Nico. Die Freundin, für die ich alles getan hätte, die Freundin, die ein Kind hat, einen wunderschönen und tollen Sohn, ich durfte 2016 ein Wochenende bei ihm, seinem Papa und dessen Lebensgefährtin verbringen. Sie spricht nicht mehr mit mir, ich weiß nicht wieso, ich weiß nicht, ob es die Krankheit, das Borderline ist, ob ich ihr etwas getan habe oder ob es ist, weil ich mit ihrem Ex im Kontakt stehe. Es verletzt mich, weil ich sie vermisse, ich vermisse das Mädchen, mit der ich in der Bahn saß, die mich so lange angelacht hat, bis wir miteinander gesprochen und uns angefreundet haben. Ich vermisse die Freundin, die mich aus der Klinik anrief um mir zu sagen, dass sie noch lebt, obwohl sie gehen wollte, das Mädchen, dass mir vom Balkon zugewunken hat. Die Freundin, die das wichtigste in ihren Leben mit mir geteilt hat, indem sie mich zur Patentante ernannt hat. Ich vermisse sie so sehr, aber sie will nicht mehr mit mir sprechen und ich weiß nicht, wie ich sie erreichen kann, wie ich ihr sagen kann, dass sie immer noch einen Platz in meinem Herzen hat, auch nach einem Jahr schweigen.

Andere Freunde haben sich kaum bei mir gemeldet, wir werden alle älter, Erwachsener, die einen gründen Familien und so, ich bleibe lieber spontaner,

Ich bin nun seit ca. einem Jahr Tante, mein Neffe ist toll, aber, die ersten Monate kamen teilweise mir Fremde an und haben gefragt, wann es denn bei mir soweit ist, wann ich endlich Kinder bekomme, ich wäre ja sicherlich eine so tolle Mutter, ich würde doch bestimmt Kinder wollen, mein Nein wurde damit erwidert, dass ich ja noch jung sei. Irgendwann ist aus mir heraus geplatzt, dass ich seit ich 18 bin weiß, dass ich nie werde eigene Kinder haben können. Eine Sache, die bisher eigentlich nur meine jeweiligen Partner und meine Familie über mich wussten. Ich habe lange gekämpft es selbst zu akzeptieren, selbst damit zurecht zu kommen, dieses Jahr wurde diese Narbe immer wieder aufgerissen, das war nicht schön, aber ich habe mich entschlossen weiterhin mit der Wahrheit zu antworten. Wer das nicht hören will, soll halt nicht so ein sensibles Thema ansprechen.

Ich war in Italien, in Rom und auf Sardinien, es war wunderbar, ich habe mich so wohl gefühlt, in Rom war ich Nachts auf dem Dach im Whirlpool, der Blick hinüber zum Vatikan auf den beleuchteten Petersdom. Es war wunderschön friedlich und ich habe es so sehr genossen. Ich habe meinen Freund zwar vermisst, aber genießen konnte ich beides dennoch. Auf Sardinien am Strand lesend, oder beim Stand up Paddeling ständig vom Board fallend. Yoshi durfte auch mit an den Strand.

Und dann ging es zwischendurch leider etwas bergab, ich bin wieder krank geworden, meine Hüftoperation ist zu spät gekommen und ich habe Arthrose in den Gelenken, es gibt Tage, an denen ich mich vor Schmerzen am liebsten nicht bewegen mag und es dennoch tue. Ich bekomme Fieber, letztens war mein Bein dick, rot und heiß, ich hätte arbeiten müssen – 6 Stunden stehen in der Tankstelle, ich habe abgesagt, es ging nicht anders. Mir wurde gesagt, dass die Krankheit eben nicht heilbar ist und ich mich mal hart machen soll. Mein Knie war so dick, ich hab nicht mal meine Hose darüber bekommen. Ich sollte darüber nachdenken, ob ich den Job noch will, 3 Tage später habe ich gekündigt. Es war die richtige Entscheidung, ich habe 2 Wochen später einen neuen Job gehabt, den aber nicht angetreten, da ich ein noch besseres Angebot hatte, es war das beste, was mir aktuell passieren konnte. Ich werde gefördert, man freut sich, wenn ich da bin, ich fühle mich wohl und die Arbeitszeiten kann ich individuell legen, Hauptsache meine Arbeit wird gemacht. Ich strahle, ich bin wieder kreativer, ich lache mehr, ich bin glücklich.

Außerdem habe ich jemanden gesund und gefunden, mit dem ich 10 Jahre LOGD gespielt habe, ich hab einfach seine Art zu schreiben vermisst.

Im großen und ganzen habe ich dieses Jahr viel verloren, es sind Menschen gestorben, Freunde gegangen, es hat sich vieles geändert, aber es ist toll wie es ist. Ein Freund hat ein Foto von mir für sein Musikalbum genommen, ich korrigiere für jemanden sein Buch, ich schreibe selbst wieder, mache wieder Musik und selbst beim backen bin ich wieder kreativ. Heilig Abend bin ich beim backen durch die Küche getanzt. Und ich bin aktuell tatsächlich blond, letztes Jahr war ich noch rothaarig. Mal schauen was demnächst kommt.

Oh, und ich war auf einer tollen Hochzeit, alte Freunde tauchen in meinem Leben wieder auf und es macht spaß mit ihnen etwas zu unternehmen. Außerdem war ich letztens so betrunken wie lange nicht mehr 😛 Uuuuuuund ich hab eine Nintendo Switch 🙂

Jetzt bin ich erstmal mit meinem sehr chaotischen Rückblick fertig.

 

SONY DSC

Sardinien, Arbatax

 

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