Im Märchenland

Was mich bewegt.

In den letzten Jahren wurde mir oft gesagt, ich soll mir mal mehr Zeit für mich nehmen, ich hatte 2 Jobs, mein Studium und dazu noch 2 Ehrenämter, außerdem bin ich immer gesprungen, wenn ein vermeintlicher Freund in Schwierigkeiten war.

Und dann fing eben der Stress bei mir an, ich war im September Krankenhaus um endlich die Diagnose „Histaminintolerant“ bestätigt zu bekommen, danach war meine Mutter nicht da, neues Hüftgelenk und natürlich Reha, während sie weg war, habe ich hier zu Hause gekocht, ich hatte das Gefühl zwei Leben zu leben, meines und dass der lieben, netten Tochter die sich kümmert.

Während dieser Zeit kam dann ja schließlich auch meine eigene Diagnose, meine Hüfte sollte auch operiert werden.
Tja, mit der ganzen Vorbereitung und so wurde es Januar, ich sollte operiert werden, die erste Beruhigungspille hatte ich schon drin, lag im OP Hemd fertig, die Uhr zeigte, dass ich schon seit 30 Minuten hätte vom Zimmer sein sollen und dann wurde alles abgesagt. Auf einmal war da eine komplett neue Diagnose, ich war vorher bei einigen Ärzten, alle hatten das gleiche gesagt, und dieser eine, der Chefarzt, hatte eine andere Meinung, alles wurde abgesagt, ich soll gucken wie es mir im April geht und erst einmal meine Prüfungen schreiben.
Ich bin für keine Prüfung angemeldet, ich kann nicht lange stehen oder sitzen ohne Schmerzen, mir wurde auf diesen Einwand gesagt, ich solle mir dann halt einen Stehhocker mit in die Uni nehmen… .

Ich weiß momentan nicht mehr, was ich jetzt glauben soll, mir war auf den Bildern gezeigt worden was nicht in Ordnung ist, und dieser eine hat nur ein wenig getastet und danach eine völlig neue Diagnose gestellt.
Und dass es mir damit momentan nicht gut geht, scheint nicht richtig zu sein. Dass ich im Augenblick jedesmal mit mir selbst kämpfe, bevor ich zu einem Arzt gehe, wird mir angelastet. Ich weine zwischendrin, weil es mich belastet, weil ich nicht weiß, wie es gerade weiter geht, aber es geht weiter, denn sonst wäre ich nicht ich.

Ich nehme mir gerade Zeit für mich, kümmere mich in erster Linie darum, meinen Weg wieder zu finden, aber, die die am lautesten geschrien haben, ich müsse mich mal mehr um mich kümmern, sind jetzt zum Teil die, die mir sagen, ich würde den Kopf in den Sand stecken. Das tue ich nicht.
Ich habe ein Terrarium eingerichtet, für meine Spinne, ich habe weitere Termine gemacht, um entweder die eine, oder die andere Diagnose noch einmal bestätigt zu bekommen. Ich war (trotz wider willen) im Krankenhaus, zum Nachgespräch bezüglich meiner Histaminintoleranz, und es ist sehr positiv verlaufen.
Ich gehe im Augenblick nicht Arbeiten, und in der FH ist gerade Prüfungsphase, und da ich zu keiner Prüfung angemeldet bin, weil ja die OP eigentlich auf dem Plan stand, kann ich da momentan nichts tun.

Ich bin oft unterwegs, und ich melde mich im Augenblick kaum bei meinen Freunden, das tut mir leid, aber, ich hatte in der letzten Zeit einfach zu oft das Gefühl, dass ich ohne meinen Partner, und einer Person, die ich erst seit kurzem kenne, alleine gewesen wäre.
Ich weiß, dass einige meiner Freunde im Augenblick auch eine Menge eigener Probleme haben, Jobwechsel, Beziehungschaos, Kinder… .
Aber ab und zu eine Meldung, oder auf eine SMS, die ich zu Weihnachten verschickt habe, eine richtige Antwort und nicht nur ein „Jo ebenso“ hätte ich mir gewünscht. Aber so ist es eben, ich habe gegeben, und als ich selbst vielleicht gebraucht habe, nur von den wenigsten etwas zurück bekommen.

Um so schöner finde ich es, dass ich einen tollen Chef und super Arbeitskollegen habe, mit denen ich reden kann, und die Verständnis für meine Situation haben.

Und wenn jetzt der ein oder andere denkt, er hätte versucht sich bei mir zu melden, und ich habe euch abgewürgt, das stimmt, und das ist mir auch bewusst, alleine gelassen fühle ich mich von denen, die sich scheinbar nicht einmal mehr daran erinnern, dass ich mal da gewesen bin, und sie mich mal Freundin genannt haben. Für die scheine ich nichts weiter zu sein als ein Mülleimer, oder ein „Ar… mit Ohren“

ohren

Anbei mal ein kurzer Text von mir, zu dem, was mich gerade bewegt: http://keinverlag.de/texte.php?text=358120

bis demnächst dann mal,

Aranae

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