Im Märchenland

Borreliose

Hier noch ein paar Gedanken, die ich die letzte Zeit öfters habe:
Heute gehören Krankheiten einfach dazu, jeder hat diverse davon, wer keine hat, ist einfach nicht normal, aber woher kommt das?

Ich denke, es liegt einfach daran, dass der Mensch heute viel eher zum Arzt geht, weil wir viel sensibler geworden sind, wenn es um die eigene Gesundheit, oder die der Kinder geht, haben wir keine „Friss oder Stirb“-Mentalität mehr.

Ich zum Beispiel bin dauernd beim Arzt, weil ich eine chronische Erkrankung habe, ich werde daher regelmäßig untersucht, und jede Veränderung fällt auf, wodurch direkt wieder irgendwelche anderen Erkrankungen oder ähnliches erkannt werden. Wäre ich zum Beispiel den Symptomen meiner chronischen Erkrankung nicht oft gefolgt und zum Arzt gerannt, wäre diese gar nicht erkannt worden und ich würde mich für gesund halten.

Und so scheint es nicht nur bei mir zu sein, wenn man einmal anfängt zum Arzt zu gehen, hört das gar nicht auf, weil eben mehrere Probleme gefunden werden können, es nicht nur bei einer Sache bleibt.
Warum ist das so? Ich denke, die wenigsten im westlichen Europa müssen Angst haben, dass sie vielleicht nichts zu essen haben, wenn sie krank sind. Man ruht sich aus, man achtet auf die Warnsignale des Körpers, wer jedoch dauernd etwas hat, wird als Hypochonder gesehen, so erging es auch mir, ehe bei mir Borreliose festgestellt wurde.

Ich hätte, bis ich selbst daran erkrankt bin, mir nicht vorstellen können, wie viel Ärger so ein kleiner Zeckenbiss machen kann, absuchen nach einem Waldspaziergang hielt ich für übertrieben, was soll so eine Zecke denn ausrichten?

Mittlerweile weiß ich, sie kann ziemlich viel ausrichten, und vor allem anrichten, die Zecke kann Krankheiten übertragen, FSME und Borreliose, eine Zeckenimpfung wirkt NUR gegen FSME; gegen Borreliose wird man dadurch nicht geschützt. Wird aber früh genug erkannt, dass man Borreliose hat (zum Beispiel an der typischen Wanderröte, roter Punkt, weißer Kreis, roter Kreis), ist sie leicht durch die Gabe von Antibiotika zu behandeln.

Aber bei mir wurde sie nicht behandelt, die Bakterien konnten sich vermehren, und ich habe es nicht gemerkt. Ich hatte viele Symptome, die Ärzte haben keine Idee gehabt, woher diese Symptome kamen, es waren unterschiedliche, und es wurde jedes Symptom einzeln betrachtet, statt alle gemeinsam zu betrachten. Hier mal ein paar Beispiele, meiner Symptome:

– Sehstörungen als würde ich von Licht geblendet
– Fieberschübe
– Gelenkschmerzen
– Gefühlsstörungen, mir kamen manchmal leichte Windhauche schmerzhaft vor
– Taubheitsgefühle in den Beinen, Gesicht

wahrscheinlich habe und hatte ich auch andere Symptome, die ich der Borreliose nicht zuspreche, aber zu diesen Dingen kam dann noch hinzu, dass die Bakterien sich bereits auf den Weg durch meine Nervenbahn in Richtung Hirn befanden, was, wenn ich nicht behandelt worden wäre, zu einer Hirnhautentzündung geführt hätte. In der Schule und auch in meinem Freundeskreis wurde oft nicht anerkannt, dass ich krank bin, weil eben einfach lange gesucht wurde.

Warum ich das jetzt alles geschrieben habe?
Ich muss im Augenblick die Bakterien als Teil meiner selbst betrachten, merke manchmal noch einige der Symptome, aber sehr viel schlechter, als vor der Behandlung, außerdem halte ich es für wichtig, darauf hin zu weisen, welche Auswirkungen so ein einfacher Zeckenbiss haben kann. Außerdem ist es möglich, überall in Deutschland durch eine Zecke zu dieser Krankheit zu kommen, außerdem soll jede 5. Zecke den Erreger in sich tragen, wodurch meiner Meinung nach das Risiko zu erkranken recht hoch ist.
Dieser Blog Eintrag ist nicht wissenschaftlich, ich habe sehr viel gelesen, habe mir selbst viele Gedanken gemacht, und wollte diese einfach mal in die Welt entlassen!

Wer sich für diese Erkrankung interessiert kann ich http://www.bfbd.de/de/bund/1.html und http://dgk.de/gesundheit/impfen-infektionskrankheiten/krankheiten-von-a-bis-z/borreliose.html empfehlen.

Gute Nacht

2 Antworten

  1. Zitat: wenn ich nicht behandelt worden wäre

    Wann war das – nach welchen Symptomen, und wie?

    Man liest doch, daß Antibiotika nicht mehr wirken = sinnlos sind, bei chronischer Borreliose (Stufe II) bzw, wenn die B. schon auf dem Weg ins Gehirn sind?

    Gefällt mir

    11. September 2011 um 12:35

  2. Antibiotika können auch bei chronischer borreliose eine Hirnhautentzündung verhindern, bei mir wurden die Bakterien im nervenwasser nachgewiesen! Aber ich glaube nicht, dass die Bakterien wieder völlig verschwinden werden.

    Gefällt mir

    11. September 2011 um 13:02

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s